Bluthochdruck – Behandlung: Wenig Alkohol!

Bluthochdruck – Behandlung: Wenig Alkohol!

Warum genau der Blutdruck bei Alkoholkonsum ansteigt, ist nicht restlos geklärt. Beteiligt ist wahrscheinlich eine Ausschüttung blutdrucksteigernder Hormone. Genießen Sie alkoholhaltige Getränke deshalb nur in Maßen! Männer sollten nicht mehr als 0,5 Liter Bier oder 0,25 Liter Wein am Tag trinken, Frauen davon lediglich die Hälfte. Legen Sie auch jede Woche mindestens zwei alkoholfreie Tage ein.

Wenn eine Reduktion eines regelmäßigen Alkoholkonsums für Sie doch ein Problem ist kann Ihnen vielleicht das Buch von Allen Carr: „Endlich ohne Alkohol! frei und unabhängig“ Hilfestellungen anbieten. Noch besser: Sie suchen das Gespräch mit Ihrer Hausärztin – dort sind Sie mit Ihren Gesundheitsanliegen immer gut aufgehoben.

Bluthochdruck – Behandlung: Rauchstop!

Bluthochdruck – Behandlung: Rauchstop!

Bei Rauchern zeigt sich der Sauerstoffgehalt des Blutes verringert, was die Bildung von Adrenalin fördert. Dadurch kommt es zu einer Verengung der Blutgefäße – der Druck steigt. Wer dem Qualmen entsagt, bemerkt sehr bald, dass der Blutdruck zu sinken beginnt, die medizinischen Risiken verringern sich sofort.

Lassen Sie sich bei der Raucherentwöhnung helfen! Setzen Sie sich ein Datum, an dem Sie die letzte Zigarette ausdämpfen wollen. Besprechen Sie Ihr Vorhaben mit Familie sowie Freunden, die Sie auch unterstützen können und sollen. Vielleicht gibt es sogar jemanden in Ihrem Bekanntenkreis, der sich ebenfalls vom blauen Dunst verabschieden möchte? Ändern Sie Gewohnheiten und Umstände, die Sie sonst immer zum Rauchen verführt haben. Manchen Patienten hilft es etwa, nach dem Essen sofort eine Runde spazieren zu gehen, andere verzichten eine Zeit lang auf Kaffee, um die Rauchrituale zu durchbrechen.

Bücher oder Kurse zum Rauchstop gibt es viele – eine international bekannte Methode wurde durch Allen Carr entwickelt: als Buch „Endlich Nichtraucher! Das Boot-Camp: Der sichere Weg, mit dem Rauchen Schluss zu machen“ oder auch als Online Kurs

Bluthochdruck – Behandlung: Lebensstil

Bluthochdruck – Behandlung: Lebensstil

Eine vorbeugende Behandlung gegen Bluthochdruck gibt es nicht. Ein gesunder Lebensstil stellt jedoch eine wirkungsvolle Vorsorge dar und ist bei Auftreten von Bluthochdruck gleichzeitig Teil der Behandlung.

Eine individuell geeignete Therapie richtet sich nach mehreren Kriterien: Welche Art von Hypertonie wurde festgestellt (primär oder sekundär), wie sind die Messwerten, haben sich schon Folgeerkrankungen gezeigt. So mag es bei Patienten mit leicht erhöhtem Blutdruck ausreichen, den Lebensstil zu ändern, während bei anderen Fällen gleich von Beginn an Medikamente verschrieben werden müssen. Unter Berücksichtigung Ihrer Lebenssituation und individueller Risikofaktoren wird der Arzt mit Ihnen einen Therapieplan zusammenstellen.

Mit folgenden 6 Maßnahmen können Sie selbst zur Blutdrucksenkung beitragen:

 

Bluthochdruck – Was bedeuten die gemessenen Zahlen?

Es ist ganz normal, dass der Blutdruck Schwankungen unterliegt – schon beim Ein- und Ausatmen zeigen sich unterschiedliche Werte. Um den Blutdruck beurteilen zu können, bedarf es zweier Werte, des systolischen und des diastolischen Wertes.

Der systolische (obere) Wert wird gemessen, wenn der Herzmuskel sich zusammen zieht und Blut in die Gefäße pumpt. Die ausgelöste Druckwelle können Sie auch als Puls wahrnehmen.

Der diastolische (untere, niedrigere) Wert wird dann gemessen, wenn der Herzmuskel sich entspannt und das Organ mit Blut füllt.

Angegeben werden die Ergebnisse in Millimeter (mm) Quecksilbersäule (Hg). Das resultiert noch aus einer Zeit, in der die ersten Messgeräte mit Quecksilber gearbeitet hatten.

Als normal gilt bei Erwachsenen ein systolischer Wert um 120mmHg und ein diastolischer Wert um 80mmHg (120/80mmHg). Als erhöht bezeichnet man den Blutdruck, wenn über mehrere Tage hinweg ein Durchschnittswert von über 140/90mmHg gemessen wird. Liegen solche Ergebnisse vor, sollte mit einer senkenden Therapie begonnen werden, auch wenn es natürlich individuell sehr unterschiedlich sein kann, ab wann mit Folgeschäden zu rechnen ist.

Eine Einteilung in unterschiedliche Blutdruckkategorien kann anhand der folgenden Tabelle erfolgen. Mit zunehmenden Grad des Bluthochdrucks verdoppelt sich das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt: Blutdhochdruck Grad 1 hat ein 2x erhöhtes Risiko, Blutdhochdruck Grad 2 ein 4x erhöhtes Risiko und Blutdhochdruck Grad 3 ein 8x erhöhtes Risiko.

Bluthochdruck – Richtig Blutdruck Messen

Bluthochdruck – Richtig Blutdruck Messen

Wird Hypertonie nicht gezielt therapiert, verkürzt sich Ihr Leben um etliche Jahre! Grundlage jeder Behandlung ist allerdings die richtige Diagnose. Jeder sollte seine Blutdruckwerte kennen! Selbst wenn bei Ihnen noch keine Hypertonie festgestellt wurde, ist es dennoch wichtig, regelmäßig Ihren Blutdruck zu messen, um im Falle eines Falles rechtzeitig gegensteuern zu können.

So gelingt die Messung:

Da sich die von Ihnen erhobenen Werte auf eine eventuelle Behandlung auswirken, ist es wichtig, genaue Daten zu erhalten. Achten Sie daher darauf, dass die Qualität des Messgerätes stimmt und Sie die Werte richtig erheben. Vergessen Sie nicht darauf, diese auch zu notieren!

30 Minuten bevor Sie starten nicht mehr rauchen, Kaffee oder Alkohol trinken. All das kann sich nämlich auf den Blutdruck auswirken.

Kommen Sie einige Minuten zur Ruhe: Aufrecht hinsetzen, die Beine aufstellen und den Arm abstützen.

Legen Sie nun die Manschette zwei Finger breit über der Ellenbeuge an. Sie sollte etwa 80 Prozent Ihres Oberarmes bedecken.

Bei der ersten Messung am besten an beiden Armen messen. Später dann verwenden Sie jene Seite, welche die höheren Werte aufwies.

Zwischen zwei Messungen mindestens drei Minuten verstreichen lassen!

Die Manschette sollten Sie direkt auf der Haut, nicht über der Kleidung anlegen.

Morgens und abends jeweils ungefähr zur gleichen Zeit messen. Während des Vorgangs nicht sprechen.

Da der Blutdruck nicht konstant ist, werden Sie immer wieder unterschiedliche Ergebnisse bemerken. Dafür zeichnen viele Faktoren verantwortlich wie Atmung, Herzschlag, Alkoholkonsum, Schlafmangel oder körperliche sowie geistige Tätigkeiten.

Sicher sehen Sie bald, dass Ihr Blutdruck zu Hause niedriger ausfällt als beim Arzt. Um diese so genannten „Weißkittel-Hypertonie“ zu verhindern, regelmäßig in den eigenen vier Wänden messen! Je mehr Ergebnisse Sie vorweisen können, umso leichter lässt sich eine Therapie erarbeiten.

Bluthochdruck – Gefährliche Folgen

Bluthochdruck – Gefährliche Folgen

Je länger der übermäßige Druck in den Gefäßen unbehandelt bleibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, an Folgeleiden zu erkranken.

Herz

Bei Hypertonie werden die Wände der Blutgefäße anfälliger für Verkalkungen (Atherosklerose), was zu Herzinfarkten und Angina pectoris (Herzenge) führen kann. Wer unter Hypertonie leidet, muss deshalb mit einem bis zu 20fach erhöhtem Risiko für Herzinfarkt rechnen! Das Lebensorgan pumpt jede Minute etwa 4 bis 5 Liter Blut durch den Körper. Ist der Blutdruck erhöht, muss es mehr Arbeit leisten. Auf Dauer führt das mitunter zur Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Diese wird sehr oft bei Menschen über 65 Jahren diagnostiziert. Sie fühlen sich müde und schwach. Manchmal ist dann der Herzmuskel bereits so erschöpft, dass es zu Herzversagen kommt.

Gehirn

Weltweit erleiden jede Stunde etwa 2.000 Menschen einen Schlaganfall, für etwa 6 Millionen jährlich endet das Ereignis tödlich. Zwei Drittel dieser Patienten leiden unter Hypertonie! Einfacher ausgedrückt: Je höher der Blutdruck, desto größer die Chance, einen Gehirninfarkt zu erleiden, da die Wahrscheinlichkeit einer Gefäßverengung (Atherosklerose) erhöht ist. Diese wirkt sich auch auf die Blutzirkulation im Gehirn aus. Bleiben größere Hirnbereiche unterversorgt, kann das zu Demenz führen. Versiegt der Blutfluss zur Gänze, kommt es eben zum Schlaganfall.

Nieren

Diese Entgiftungsorgane filtern das Blut, etwa 60 Mal pro Tag. Anhaltender Bluthochdruck schädigt jedoch die Nierenstruktur und führt auf Dauer zu Nierenversagen.